Der Transport – oder besser gesagt – der Tatort – denn die Fahrt gleicht doch sehr einem dieser bekannten Sonntag Abend-Krimis.

Kapitel 1: Was zuvor geschah.

Pascal als Fahrexperte war so nett und bot uns an, Andreas beim Transport in die Schweiz zu begleiten (ja auch er wusste noch nicht, was ihn erwartet..). Denn wir hatten beide ja noch nicht einmal die Führerprüfung. Auf jeden Fall sind sie gut gelaunt gestartet. Nach einem Toten Hosen Konzert in München flugen Pascal und Andreas direkt nach Berlin, um unser kleines neues Eigenheim in Empfang zu nehmen.

Natürlich brauchte es auch etwas Planung, denn der Wagen musste ja zur richtigen Zeit am richtigen Ort über die Grenze gebracht werden. So starteten sie dann um 5 Uhr abends mit dem Ziel, um am morgen früh an der Grenze zu sein.

Ja und dann, letzte Papiere unterschreiben und los ging die Fahrt.

Kapitel 2: Die Notbremse.

Die ersten fünf Stunden verliefen abgesehen vom Lärm und der Kälte glimpflich. Moment, fast glimpflich. Die ersten 100 Meter auf der Autobahn musste unser Bus nämlich schon ein Härtetest bestehen. Ein Unfall geschah unmittelbar vor ihnen. Pascal legte einmal eine Vollbremse hin, und, gut gerutscht, stand der Bus einen Meter vor dem Unfallwagen still. Punktlandung. Nach 6 Stunden fahrt versuchten sie dann vor Stuttgart erstmals, sich etwas auszuruhen, was nur mit einem Schlafsack und ohne Bett gar nicht mal so einfach war, und sich dann auf etwa 3 Stunden beschränkte.

Immerhin einer hat an den Schlafsack gedacht

Kapitel 3: Die Panne.

Der Tankanzeiger ist leider je nach Autoneigung nicht ganz stetig, weshalb irgendwann der Bus langsamer und langsamer wurde, bis er ganz zum stehen kam. Na, was könnte das wohl sein? Mitten in der Nacht, um ca. 4 Uhr morgens direkt vor der Ausfahrt bei Singen blieben der Bus vor der Grenze auf der Autobahn stehen. Nichts, nada, rien, der Tank war leer. Es ging keinen Meter mehr weiter.

Ja, aber zum Glück hat man in der Not ja immer eine Giesskanne dabei. =) Andreas nahm sich dieser an, und machte sich auf um etwas Flüssiges zu finden. 10 min, der erste Bauernhof, kein Erfolg, “er habe kein Sprit” . Wahrscheinlich dachte er einfach Andreas sei irgend ein Strassengauner.. Naja, das hilft in diesem Moment nichts. Weiter gehts, zum nächsten Bauernhof. Dieser konnte ihm zumindest die eine Giesskanne füllen. Mit der ging es dann zurück zum Bus. Dieser trank, und schaffte es zum Glück bis zur nächsten Tankstelle.

Andreas und die rettende Giesskanne
Ja da bessert sich die Laune doch gleich, trotz dem miesen Wetter.

Letztes Kapitel: Happy End.

Der Rest der Reise verlief dann relativ glimpflich. Der Zöllner sah ihnen die Anstrengungen der Nacht wohl an und liess sie ohne weitere Probleme einreisen. Und dann, ca. 4 Stunden später, erreichten sie die Lerchenfeldstrasse 3, wo sie mich mit einem lauten Hupen begrüssten. Danke Pascal, für deine Hilfe bei diesem abenteuerlichen Start. =)

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