Beton ist ein tschechischer Drink, welcher aus dem Nationalgetränk Becherovka, und Tonic besteht. Zusammen ergibt dies BETON. Ist ja klar. Wir haben das erst begriffen, als es in Spindleruv Mlyn schwarz auf weiss und fettgedruckt auf dem Glas stand. Auf jeden Fall haben wir die tschechische Kultur vor allem durch den Beton gelebt und lieben gelernt.

Gestartet sind wir in Prag, wo wir ein paar Tage bei Kellerova’s wohnen durften (danke Susan und Peter!) und uns Verena die lokalen Must-see’s zeigte (danke Verena!).

In Prag stattete Selma auch erstmals einen kurzen Besuch in der Mercedes Garage ab. Zum einten war dies äusserst praktisch, weil wir Selma die paar Tage so ohne Parkplatzgebühren unterbringen konnten. Zum anderen musste die Bremse kontrolliert werden. Als wir Selma am Montag abholten war die Diagnose nicht gerade rosig. Die Bremse ist durch. Sie löst sich nicht mehr richtig und erhitzt sich deshalb beim fahren. Als wir dem Mechaniker klar machten, dass wir keine Zeit haben für die Reparatur und dies in Polen angehen möchten sagte er nur: Are you sure? it’s dangerous..

Naja, die letzten 1000 km ist es ja auch irgendwie gegangen, und so ging es weiter, noch ohne reparierte Bremsen. Und mit einer dritten Person auf der Bank, also alles ganz unproblematisch. =) Wir freuten uns auf jeden Fall, Verena die nächsten paar Tage mit uns zu haben, und Selma auf ihre Gästetauglichkeit zu testen.

Nach dem Städtebesuch mit viel Verkehr und Konsumation brauchten wir wieder etwas Natur, und so verschlug es uns in den Nationalpark Cesky Raj. Unser erster Standort war wieder einmal ein noch geschlossener Camping. Die Temperaturen waren mittlerweile etwas milder und wir genossen den ersten Znacht draussen am Feuer. Allerdings lernten wir rasch, dass die Würste welche hier wie Cervelats und Schübligs aussehen, eben nicht wie Cervelats und Schübligs schmecken und so werden wir, bzw. vor allem Andreas in Zukunft etwas vorsichtiger beim Wurstwarenkauf sein. In Cesky Raj selbst legten wir einen Wandertag ein. Zwar immer noch eher flach, jedoch mit wunderschönen Felsformationen, die wie Zahnstocher aus dem Boden ragen.

Die nächsten Tage ging es weiter in den Norden, und in die Höhe. Es kühlte ab und auch Verena kam in den Genuss, bei zarten 3 Grad Celsius am morgen in unserer Selma aufzuwachen. Zum Glück hatte sie ihren neuen Schlafsack mitgenommen, den man bis oben zumachen kann. =) Zum Glück hatte es auch immer genug Holz, sodass wir Selma ordentlich einheizen konnten. In Spindleruv Mlyn, war die Skisaison ebenfalls zu Ende. Ein paar einzelne Lifte waren noch in Betrieb, doch die Apres Ski Beizen waren ausgestorben. Das hielt Andreas nicht davon ab, noch eine letzte Skitour in Tschechien zu unternehmen und der Piste entlang auf dem letzten Schnee hoch zu seckeln. Wir unternahmen am nächsten Tag eine Wanderung im Riesengebirge. Ganze 800 Höhenmeter konnten wir aufsteigen auf den Maly Sisak, mit 1440m unter den 10 höchsten Erhebungen in Tschechien.

Wegen der Kälte der nächsten Tage gingen wir dann doch zügig weiter und gönnen uns noch einen Badetag in Harrachov.

Und dann heisst es auch schon, Na shledanou Tschechien, mile witany Polen!

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