Kaum über der Grenze ist es auch schon wieder vorbei mit dem süffigen Getränk. Anstelle kommt der Vodka, welcher hier in reichlicher Menge mit den verschiedensten Geschmäckern getrunken wird. So erhielten wir von Monika und Krzys, unseren polnischen Freunden ein Example von drei verschiedenen Vodkas zur Verkostung auf die Reise mit: Quitte, Haselnuss und Kirsche. Quitte schmeckt wie kleiner Feigling, Haselnuss mit Milch wie der Monte Dessert und Kirsch wie die Ricola Bonbons. Jedem das seine, wir waren auf jeden Fall froh, dass Polen auch gutes Bier kennt. In den Bars von Wroclaw kamen wir in den Genuss vieler weiteren Geschmäckern: Minze, Mango, und so weiter und so fort. Das Gute daran ist, dass man jeden Vodka-Shot mit einem Häppchen spült. Das geht von Essiggurken über Pierogis (gefüllte Teigtaschen) bis hin zum deliziösen Tatar oder dann auch einem eher gewöhnungsbedürftigen Smalic, quasi reines Schweinefett welches auf das Brot gestrichen wird.

Aber genug von der Trinkkultur, denn Polen hat auch sonst einiges zu bieten.

Wir verbrachten noch eine Nacht in der Nähe von Jelenia Gora, um uns dann Richtung Wroclaw aufzumachen, denn Verena musste leider wieder zurück in die Schweiz (es gibt Leute die arbeiten…), und unser Besuch bei Monika und Krzys in Wroclaw kam näher. Die Temperaturen sanken wieder  und so erwachten wir am Sonntagmorgen überraschend bei Schnee. Das lässt uns nicht unser Sonntagsfrühstück nehmen und so feuerten wir in der Früh nochmals zünftig den Ofen ein und genossen erstmals unsere 3 Minuten Eier. Etwas Aktivität muss dann aber doch sein und wir fanden eine alte Ruine, welche wir in einem gemütlichen Rundspaziergang anpeilen konnten. Die Ruine ist anscheinend ein Hot Spot, denn bei der Ruine selbst trafen wir trotz dem schlechten Wetter auf viele Polen. Zum Glück, denn von ihnen erhielten wir auch den Tipp, dass es in der Nähe eine lokale Brauerei hat. Klingt gut, und so war unser nächstes Ziel dann auch schon beschlossen und der Tag (und die Mägen) gut gefüllt. Jedoch nicht zu voll, denn wir mussten am selben Tag noch ein paar Kilometer auf der nigelnagelneuen Autobahn nach ‚fast‘ Wroclaw zurücklegen.

An einem Stausee bei Wroclaw wollten wir noch zwei gemütliche Tage bei schönem Wetter mit Verena geniessen. Und das taten wir auch. Spazieren, Hängematte das erste Mal auspacken, Bücher lesen (Verena), Werken (Andreas) und Joggen (Michelle) und dann natürlich auch zu seiner Zeit apérölen, um dann Verena’s letzten Abend mit einer Selmaparty ausklingeln zu lassen (Ja, Selma ist nicht nur Gäste- sondern auch tanztauglich). Am nächsten Morgen unternahmen wir die letzten Kilometer nach Wroclaw, um Verena dann schweren Herzens zu verabschieden.

Danke Verena dass du mit uns gereist bist, wir hätten auf jeden Fall einige Erlebnisse und Lacher weniger gehabt ohne dich! (Zum Beispiel, dass unser Raumpfleger Andreas als Vegetarier eingeschätzt wurde und dass Blumenkohlblätter sehr geniessbar sind=)).

2 Replies to “Aus Beton wird Vodka”

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