Das 2020 kann nur besser werden…

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…als das 2019 aufgehört hat. Das klingt jetzt vielleicht etwas dramatisch. Weil eigentlich sind wir ja die, die am wenigsten klagen können. Das 2019 war wohl unser bestes Jahr überhaupt, so viele Naturwunder, so viele neue Eindrücke, so viele neue Geschmäcker, so viele neue Leute wie noch nie durften wir während diesem Jahr erleben. Und, so viele Kilometer haben wir ohne einen Unfall hinter uns gebracht. Bis eben auf den letzten Tag… Aber von vorne. Denn nach gut 14 Stunden kommen wir endlich in Sydney an.

Dort erwartet uns Wärme, Ferienfeeling und vor allem, Familie! Positiv überrascht von Australien quartieren wir uns bei meinem Bruder in Narrabeen ein und geniessen erstmals wieder das Beisammensein. Wir verbringen die Tage mit Sydney-Besuchen (inkl. Operahouse-Besuch!), Strandspaziergängen, feinen Kaffees und gutem Essen (nach drei Wochen Nudelsuppen und Reis erfreut man sich erstmals auch wieder auf Burger und Fish & Chips). Auch die Medienberichte über die Feuer trüben unsere Stimmung vorerst noch nicht, sind doch die Berichte oft übertrieben. Sicher darf man den Ernst der Lage nicht herunterspielen, doch 90% der Tage waren schön und rauchfrei. Trotzdem hat es einen fahlen Nebengeschmack, wenn man wieder von Evakuierungen hört und es beim eigentlich so idyllischen Weihnachtssingen in Narrabeen plötzlich Asche von der Luft regnet. Doch insgesamt ist Sydney nicht wirklich betroffen und wir müssen uns glücklicherweise nicht tagelang in den Häusern und Einkaufszentren verstecken.

Family Time geniessen

Weihnachten feiern

Endlich wieder mal was anderes zum Essen

Und einfach ‘the Aussie Way of Life’ geniessen

Daneben können wir auch unser neues Gefährt, wir nennen ihn vorerst Rambo, entgegennehmen. Nicht zu vergleichen mit Selma, wir vermissen sie immer noch sehnlichst, doch für Australien der perfekte Begleiter. Einen Nissan Petrol, 4×4 und mit Klimaanlage (!!! Wie sehr wir uns das im Iran für unsere Selma gewünscht hätten !!!) welchen wir mit einem Dachzelt und der nötigsten Campingausrüstung ausstatten. Soweit sieht alles bereit aus für unseren Trip mit Paolo bis nach Perth.

Doch das ganze muss natürlich zuerst getestet werden. So entscheiden wir uns für einen Ausflug nördlich nach Nelson Bay, wo Dolphin Watching und 4×4 Dünenfahrten angepriesen werden. Das perfekte Programm für uns also. Zelt und Ausrüstung erfüllen ihren Job, die eingebauten Fenster im Dachzelt lassen uns die heissen Temperaturen vergessen. Doch auch die Gegend selber lässt sich sehen. Auf dem Schiff in Nelson Bay können wir Delfine aus nächster Nähe beobachten und auch die Wanderungen zu den Aussichtspunkten geben immer mal wieder tropische Tiere preis. Und auch Heini’s geliebte Oppossums, quasi das australische Pendant zu den Siebenschläfern im Hinterberg, tauchen immer mal wieder aus dem Nichts auf. Eigentlich also alles perfekt.

Körperspannungstest

Die schönen aber verhängnisvollen Sanddünen

Die Tage gehen schnell vorüber und wir wagen uns am 31.12. vor der Heimfahrt auf die 4×4 Route den Dünen entlang. Rambo’s erste 4×4 Erfahrung mit uns. Die einten sind gespannt, die anderen leicht nervös, der Rest vertraut einfach. Also erstmals Permit kaufen, Luft aus den Reifen ablassen, und los geht’s auf die Sandpiste. Bei 35° Celsius lassen wir natürlich die Fenster oben und Klima an. Ein fataler Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellt. Die ersten Kilometer fahren sich zwar ungewohnt, so fühlen sich wohl diese Driftfahrten in den Actionfilmen an, aber eigentlich ganz gut. Und dennoch, er kommt einfach nicht so richtig auf Touren und die Motorentemperatur steigt. Zeit für einen Zwischenstopp also. Erstmals die Motorhaube auf. Kurz darauf spritzt uns das Kühlwasser entgegen. Der Motor ist völlig überhitzt. Wir haben zwar bereits fast die Hälfte geschafft, aber wir entscheiden uns für’s umkehren. Da wissen wir wenigstens was uns erwartet. Also nochmals mehr Luft ablassen, Klima aus, Fenster runter, und oha, siehe da, der Motor hat plötzlich doch mehr Power. Mehr oder weniger beruhigt fahren wir also wieder nach draussen, pumpen die Räder, waschen den Sand weg und machen uns erleichtert auf den Rückweg nach Narrabeen.

Eine gute off-road Falle macht er eigentlich schon…
Da waren noch (fast) alle guten Mutes

Nochmals gut gegangen, denken wir. Doch nach ca. 1,5 Stunden auf der Autobahn hören wir plötzlich ein ‚Klacks‘ von ausserhalb dem Auto. Erstmals weiterfahren. Doch das nächste ‚Klacks‘ folgt nach nur ca. 5 Minuten. Also nochmals, auf den Pannenstreifen fahren und prüfen was es sein könnte. Als dann Andreas uns allen panisch zuruft, „Aussteigen, aussteigen! Und sofort weg vom Auto“ steigt die Panik auf. Alle raus, Gas steigt in die Luft. Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht. Uns scheint zu riskant, weiter zu fahren. In der brühend heissen Hitze rufen wir diverse Abschleppservices an. Das beste was uns die eine Firma bieten kann ist, uns in zwei Stunden abzuholen. Na toll. Aber was anderes bleibt uns nicht übrig. Wir wollen nur noch vor dem Jahreswechsel Zuhause sein. Wir sitzen erstmals wieder ins Auto und verdauen den ersten Schreck als ein Mechaniker hinter uns auftaucht. Andreas schildert das Problem und der Mech weiss anscheinend genau, worum es sich handelt. Die LPG Leitung ist anscheinend bei der Überhitzung des Motors durchgefroren und das Gas konnte nicht mehr entweichen. Wir sollen einfach nur noch mit Diesel weiterfahren und dann abwarten, bis das Gas wieder abgetaut ist. Der Typ hat der Himmel geschickt! Vorsichtig aber wieder mit etwas Mut fahren wir los, und wirklich, wir schaffen es bis nach Narrabeen. Beziehungsweise, bis vor den Einkaufsladen. Als wir nämlich um ca. 17.00 Uhr endlich dort ankommen und noch die wichtigsten Sachen für den Silvesterschmauss einkaufen wollen, springt er einfach nicht mehr an. Dies war wohl definitiv zu viel für Rambo. Zum Glück kann die Reststrecke noch zu Fuss bewältigt werden und so feiern wir glücklicherweise zwar total geschafft doch noch Silvester Zuhause mit der ganzen Familie und stossen darauf an, dass das 2020 besser losgeht als das 2019 geendet hat.

Das Versprechen hält sich zumindest am nächsten Tag, als der Karren wieder ohne Probleme anspringt und auch die Garage nichts Auffälliges entdeckt. Hoffen wir also mal, dass uns Rambo sicher und ohne Probleme bis nach Perth bringt. Am Montag geht’s nämlich auch schon los. Die Route ist aufgrund der Feuer noch ungewiss…

One Reply to “Das 2020 kann nur besser werden…”

  1. Wau, 👍 habe schon gespannt auf euren nächsten Blog gewartet. Super Fotos, ohne action geht es bei der family Senn ja nicht😅 da kann es halt schon mal brenzlig werden, aber Ende gut alles gut, ihr seit ja glücklicherweise sanft gerutscht. Ich wünsche euch noch eine super Zeit bei den Aussies. Glg, Patricia

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