Nachdem wir die letzten Strandtage nochmals richtig genossen haben hiess es nun, bereit machen für die Nullarbor. Die Nullarbor bezeichnet eine Ebene die Südaustralien mit Westaustralien verbindet, wie der Name sagt, keine einzigen Bäume aufweist und in etwa 1500km zu durchqueren ist. Eine ziemlich öde Angelegenheit also… Wir werden auch von etlichen Reisenden darauf aufmerksam gemacht, auf jeden Fall genügend Wasser mitzunehmen, weil es daran ziemlich mangelt.

Also erstmals in Ceduna, dem letzten Dorf mit Einkaufsmöglichkeiten für die nächsten 1500km noch alle Vorräte aufstocken. Nur ist das so eine Sache mit dem Aufstocken, denn über die Grenze nach Western Australia dürfen weder frisches Gemüse noch frische Früchte mitgenommen werden. Und die Grenze erreichen wir wahrscheinlich bereits nach einem Tag! So kommen ausnahmsweise mal etwas mehr Dosenfutter als Frischwaren in den Einkaufskorb, plus 30 Liter Frischwasser. Einigermassen mit dem Gefühl für die Nullarbor gewappnet zu sein geht es dann los. Und ab da heisst es, Hörbuch einlegen, und fahren, fahren, fahren.

Doch bereits der erste Fahrtag bringt mehr Abwechslung als erwartet. Zum einen finden wir auf dem ersten Übernachtungsplatz eine halb lebendige ziemlich giftige Wolfsspinne, auf die ich versehentlich kurz zuvor getreten bin. Zum anderen hat es auf dem Weg immer wieder Aussichtspunkte, welche die wunderschönen und bis zu 90 Meter hohen Klippen eindrücklich veranschaulichen. 30 Kilometer vor der Grenze finden wir dann einen gemütlichen Übernachtungsplatz wo wir sogar noch ein Stück einsamen Strand finden und einen wunderschönen Sonnenuntergang geniessen. Nun heisst es nur noch das frische Gemüse zu Ratatouille für den nächsten Tag verkochen.

Am nächsten Tag geht’s über die Grenze nach Westaustralien, und prompt nehmen sie uns den kommerziell abgepackten Pack Äpfel ab. Da fragt man sich schon wie viel Sinn das macht wenn man daneben ei nen Lastwagen am anderen mit Schafen und Hühner vorbeifahren sieht.. Was uns aber in die Hände spielt sind die 2,5 Stunden Zeitverschiebung. So sind wir quasi um 7.30 aufgestanden und in Westaustralien um 6.00 Uhr losgefahren. Wobei wir nie so recht wissen, wie spät es jetzt offiziell ist, denn alle drei Handys zeigen eine andere Zeit an. Das ist aber auch nicht weiter schlimm denn diese Strecke ist wirklich öde und uns bleibt nichts anderes übrig als durch zu rasseln, wobei das Highlight auf dieser Etappe die 90 mile straight waren, was bereits ziemlich alles über diesen Fahrtag zusammenfasst.

Dann, nach ca. 1600 km und etwa 18 Fahrstunden kommen wir am nächsten Tag endlich in Esperance an. Obwohl wir uns einiges mehr erhofft haben von dem Dorf gibt es hier wieder Einkaufsmöglichkeiten, frische Früchte, Wasser und Zivilisation. Genug, um die Vorräte wieder aufzustocken und die wunderschöne Umgebung von Esperance zu erkunden.

Geschafft! In Esperance angekommen!

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